Wer oder was ist Freifunk Bielefeld?
Freifunk Bielefeld ist eine engagierte Community-Initiative, die seit über einem Jahrzehnt freie und offene Netzwerke in Bielefeld und der umliegenden Region aufbaut. Als Teil der landesweiten Freifunk-Bewegung widmet sich Freifunk Bielefeld dem Ausbau stadtweiter Datennetze durch dezentrale WLAN-Knoten, die von Bürgern betrieben werden. Unser Ziel ist es, der digitalen Spaltung entgegenzuwirken, indem wir unabhängige Internetzugänge schaffen, die von großen Providern unabhängig sind. In einer Zeit, in der schnelles und zuverlässiges Internet essenziell ist, bietet Freifunk Bielefeld eine Alternative: Ein Mesh-Netzwerk, das auf Freiwilligkeit und Open-Source-Software basiert. Die Community wird vom Freifunk Lippe e.V. und Freifunk Gütersloh e.V. unterstützt, der als Verantwortlicher für den Betrieb und die Weiterentwicklung sorgt. Mit Sitz in Detmold fördert der Verein nicht nur technische Innovationen, sondern auch soziale Vernetzung in Nordrhein-Westfalen.
Freifunk Bielefeld entstand 2011 aus einem Vortrag auf der Netzwoche Bielefeld, als erste Enthusiasten eine eigene Firmware entwickelten. Seitdem hat sich die Gruppe zu einem festen Bestandteil der lokalen Tech-Szene entwickelt. Heute umfasst das Netzwerk eine Vielzahl an Knoten, die von Privatpersonen, Cafés und öffentlichen Einrichtungen betrieben werden.
Was macht Freifunk Bielefeld besonders?
Es geht um mehr als nur WLAN: Es ist eine Bewegung für digitale Souveränität, die Bildung, Teilhabe und Nachhaltigkeit in den Vordergrund stellt. Ob in der Sparrenburg-Nähe oder im Stadtzentrum – unser Netzwerk verbindet Menschen und Orte, ohne kommerzielle Interessen zu verfolgen.
Wer ist Freifunk Bielefeld?
Die Community hinter Freifunk Bielefeld besteht aus technikaffinen Bürgern, Entwicklern, Studierenden und Vereinsmitgliedern, die leidenschaftlich für offene Netzwerke eintreten. Kern ist der Freifunk Lippe e.V., gegründet 2015, der als eingetragener Verein (e.V.) die rechtliche und organisatorische Basis bietet. Mit seinen Mitgliedern deckt der Verein Regionen wie Bielefeld, Detmold und Lippe ab und arbeitet eng mit dem überregionalen Verein 4830.org e.V. zusammen. Der Vorstand koordiniert Treffen, Workshops und Hardware-Beschaffungen, während Freiwillige den täglichen Betrieb übernehmen.
Freifunk Bielefeld ist keine Firma, sondern eine basisdemokratische Gruppe: Jeder kann mitmachen, sei es durch das Aufstellen eines Routers oder die Teilnahme an Hackdays. Besonders engagiert sind Studierende der Universität Bielefeld, die in Projekten wie dem BITS Knowledge Transfer wissen über Freifunk teilen. Die Community profitiert von Kooperationen mit lokalen Initiativen, wie dem 4830.org e.V. in Gütersloh, das ähnliche Ziele in der Region verfolgt. Historisch gesehen wurzelt Freifunk Bielefeld in der Tradition freier Bürgernetze, die seit 2003 in Deutschland wachsen – von Berlin bis in den Westen. Heute zählt Bielefeld zu den aktiven Hotspots in NRW, mit Fokus auf Inklusion: Jeder, unabhängig von Alter oder Herkunft, kann teilhaben.
Was unterscheidet uns von kommerziellen Providern?
Freifunk Bielefeld basiert auf Prinzipien wie Offenheit, Dezentralität und Non-Profit. Es gibt keine Abonnements oder Werbung – stattdessen freie Software wie die Bielefelder Firmware auf Basis von B.A.T.M.A.N Advanced. Die Community trifft sich regelmäßig, etwa bei monatlichen Treffen in Gütersloh oder online, um Neues zu besprechen. Aktuell (Stand 2025) arbeiten wir an der Erweiterung auf HTTP/3-Protokolle und nachhaltige Gateways, um die Geschwindigkeit zu steigern.
Was macht Freifunk Bielefeld?
Freifunk Bielefeld baut und betreibt ein Mesh-Netzwerk, das WLAN-Router – sogenannte Knoten – zu einem stadtweiten System verknüpft. Jeder Router verbindet sich automatisch mit Nachbarknoten, bildet so ein robustes Netz und leitet Daten dezentral weiter. Wenn kein lokales Netz verfügbar ist, schließen Nutzer ihren Router ans Heim-Internet an und teilen Bandbreite, ohne das private Netz zu gefährden. Dank zentraler Gateways, betrieben über den 4830.org e.V., wird Traffic sicher ausgeleitet und die Störerhaftung minimiert. Die Firmware ist frei verfügbar und optimiert für OpenWRT, was einfache Installationen ermöglicht.
Konkret umfasst die Arbeit: Knoten-Installationen in Wohngebieten, Cafés und Parks; Workshops zur Router-Konfiguration; und Kampagnen gegen digitale Ausgrenzung. In Bielefeld deckt das Netz zentrale Bereiche wie die Innenstadt und Universitätsviertel ab, mit Plänen zur Ausweitung auf Vororte. Freifunk Bielefeld fördert Bildung durch Videos und Erklärungen, wie das BR-Video zur Mesh-Technik, und integriert sich in lokale Events. Seit 2019 nutzen wir eine eigene AS-Nummer für stabiles Routing und haben 2020 Exits in Berlin, Frankfurt und Düsseldorf eingerichtet. Aktuelle Projekte (2025) beinhalten Kooperationen mit der Uni Bielefeld für smarte City-Lösungen und die Ausrüstung von Gastronomien mit Hotspots.
Darüber hinaus setzt sich Freifunk Bielefeld für Prinzipien ein: Respekt vor der Gemeinschaft, Einhaltung von Nutzungsbedingungen und Vermeidung illegaler Aktivitäten. Das Netz dient der Teilhabe – ob für Schüler ohne teures Datenvolumen oder Ältere in ländlichen Gebieten. Technisch nutzen wir Mesh-Protokolle für hohe Resilienz, und die Community testet Firmware-Updates kontinuierlich. Langfristig streben wir eine flächendeckende Abdeckung an, unterstützt durch Förderungen wie die EU-Mittel von 2017.
Wie kannst Du mitmachen?
Jeder ist willkommen!
Stelle einen Freifunk-Router auf, nutze das Netz oder werde Mitglied im Freifunk Lippe e.V.
Kontaktiere uns über die Website für Workshops oder Spenden.
Freifunk Bielefeld macht Bielefeld zu einer smarteren, verbundeneren Stadt – sei dabei!
